"Daisy" - Ihre Rechte als Fluggast

Tief "Daisy" hat teilweise für chaotische Verhältnisse im Luftverkehr gesorgt.

Keine Frage, verspätet sich ein Flug oder fällt wegen der Wetterverhältnisse gar aus, kann die Airline hierfür nichts und muss in vielen Fällen auch keine Ausgleichszahlungen leisten. Rechtlos sind Sie als Fluggast aber dennoch nicht.

 

Wird Ihr Flug gestrichen, können sie wählen, ob Sie Ihr Geld für das Flugticket erstatt haben wollen, ggf. mit kostenlosem Rückflug zum Ausgangsflughafen, oder ob Sie weiterhin auf Ihre Beförderung zum Endziel bestehen. In diesem Fall hat das ausführende Luftfahrtunternehmen dafür zu sorgen, dass Sie unter vergleichbaren Reisebedingungen Ihr Endziel zum frühest möglichen Zeitpunkt erreichen.

 

Wichtig: Das ausführende Luftfahrtunternehmen muss Sie nicht nur soweit befördern, wie es ursprünglich geplant war. Handelt es sich bei dem annullierten oder verspäteten Flug lediglich um einen Streckenabschnitt einer Anschlussverbindung und kann der Anschlussflug wegen der Annullierung nicht mehr erreicht werden, ist das ausführende Luftfahrtunternehmen dafür verantwortlich, dass Sie tatsächlich ans Endziel gelangen. Und zwar so schnell wie möglich, wenn Sie das wollen. Das heißt für die annullierende Airline: umbuchen!

 

Kann die ersatzweise bzw. verspätete Beförderung erst am nächsten Tag erfolgen, sind Sie in einem angemessenen Hotel unterzubringen. Unabhängig von der Notwendigkeit einer Übernachtung, sind Ihnen tageszeitabhängig angemessen Essen und Trinken zur Verfügung zu stellen. Im Falle einer Hotelübernachtung muss die Airline auch für den Transport zum und vom Flughafen sorgen. Auch sind Ihnen zwei kostenlose Telefonate, Emails etc. zu gewähren.

 

Kommt die Fluggesellschaft ihren Verpflichtungen nicht nach, dürfen Sie sich selbst um Verpflegung, Unterkunft und ersatzweise Beförderung bemühen und die Kosten anschließend von der Airline erstattet verlangen. Hier ist es wichtig, dass Sie möglichst Beweise sammeln, also dafür, welche Kosten Ihnen konkret entstanden sind und dass die Airline ihrer Informations- und Betreuungspflicht nicht nachgekommen ist.

 

Übrigens: Völlig ausgeschlossen ist es auch bei Schneefall nicht, dass die Airline Ihnen wegen Verspätung oder Annullierung Ausgleichszahlungen in Höhe v. 125 bis 600 Euro schuldet. Längst nicht immer kann sich die Fluggesellschaft erfolgreich auf das schlechte Wetter berufen. Hier kann es sich lohnen, die Angaben des Luftfahrtunternehmens zu hinterfragen.

 

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